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Hausstauballergie: Welche Hausmittel können helfen?

Kurz erklärt: Einige einfache Hausmittel können Beschwerden einer Hausstaubmilbenallergie kurzfristig lindern. Sie beseitigen die Allergie jedoch nicht. Entscheidend ist zusätzlich, die Belastung durch Milbenallergene im Bett und Schlafzimmer zu reduzieren.

Die umgangssprachlich als Hausstauballergie bezeichnete Hausstaubmilbenallergie wird durch Allergene von Hausstaubmilben ausgelöst. Diese befinden sich unter anderem in Ausscheidungen und Körperbestandteilen der Milben.

Typische Beschwerden können eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen, gereizte Augen und Husten sein. Da sich Hausstaubmilben besonders häufig in Matratzen und anderen Bettwaren aufhalten, können Beschwerden rund um den Schlaf besonders auffallen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Hausmittel können einzelne Beschwerden vorübergehend lindern. Massnahmen im Schlafzimmer sollen dagegen die Belastung durch Milbenallergene reduzieren.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihre Beschwerden tatsächlich durch eine Hausstaubmilbenallergie verursacht werden, finden Sie weitere Informationen in unserem Ratgeber Hausstauballergie: Anzeichen, Ursachen und Hilfe. Informationen zur Abklärung finden Sie auch auf unserer Seite zum Hausstauballergie-Test.

Was hilft kurzfristig und was reduziert die Allergenbelastung?

Ziel Massnahme Möglicher Nutzen
Beschwerden lindern Nasenspülung mit Kochsalzlösung kann Schleim und Allergene aus den Nasengängen entfernen
Beschwerden lindern kühle Kompresse für die Augen kann das Reizgefühl vorübergehend lindern
Allergenbelastung reduzieren milbendichte Schutzbezüge reduzieren den direkten Kontakt mit Milbenallergenen aus Bettwaren
Allergenbelastung reduzieren geeignete Betttextilien bei 60 °C waschen kann Milben und Milbenallergene in waschbaren Textilien reduzieren
Bedingungen für Milben verschlechtern Luftfeuchtigkeit kontrollieren eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden

Nasenspülung bei Hausstauballergie

Eine Nasenspülung mit geeigneter Kochsalzlösung kann dabei helfen, Schleim und Allergene aus den Nasengängen zu entfernen.

Sie behandelt die Allergie nicht, kann aber bei einer gereizten oder verstopften Nase vorübergehend als angenehm empfunden werden.

Bei der Anwendung sollten Sie die Anleitung der verwendeten Nasendusche und Kochsalzlösung beachten.

Wichtig bei Nasenspülungen: Verwenden Sie kein unbehandeltes Leitungswasser direkt aus dem Wasserhahn. Geeignet sind steriles oder destilliertes Wasser beziehungsweise Leitungswasser, das zuvor ausreichend abgekocht und anschliessend abgekühlt wurde. Reinigen Sie die Nasendusche nach den Angaben des Herstellers.

Was kann bei gereizten Augen helfen?

Bei juckenden oder gereizten Augen kann eine saubere, kühle Kompresse auf den geschlossenen Augen das Reizgefühl vorübergehend lindern.

  • ein sauberes Tuch oder eine geeignete Kompresse verwenden
  • mit kühlem Wasser befeuchten
  • auf die geschlossenen Augen legen
  • Augen möglichst nicht reiben

Stark gerötete, schmerzende oder anhaltend gereizte Augen sollten medizinisch abgeklärt werden.

Was hilft langfristig gegen Milbenallergene im Schlafzimmer?

Hausmittel wirken vor allem auf einzelne Beschwerden. Für den längerfristigen Umgang mit einer Hausstaubmilbenallergie ist es zusätzlich wichtig, den Kontakt mit den Allergenen zu reduzieren.

Besonders relevant sind Matratze, Kopfkissen, Bettdecke und Bettwäsche.

Mehr Hintergrundwissen finden Sie in unseren Ratgebern zu Hausstaubmilben, Milben im Bett und Milben reduzieren.

Milbendichte Schutzbezüge verwenden

Milbenallergendichte Schutzbezüge, häufig auch Encasings genannt, umschliessen Matratze, Kopfkissen oder Bettdecke.

Sie bilden eine zusätzliche Barriere und können dadurch den direkten Kontakt mit den in den Bettwaren vorhandenen Milbenallergenen reduzieren.

Die normale Bettwäsche wird über dem jeweiligen Schutzbezug verwendet.

Mehr über die Anwendung erfahren Sie in unserem Ratgeber Milbenschutz im Bett.

Bettwäsche regelmässig waschen

Geeignete Betttextilien sollten regelmässig gewaschen werden.

  • Bettwäsche und geeignete Bezüge möglichst bei 60 °C waschen
  • Pflegehinweise des jeweiligen Textils beachten
  • Textilien nach dem Waschen vollständig trocknen lassen

Nicht jedes Material ist für eine Wäsche bei 60 °C geeignet. Massgebend ist deshalb immer das Pflegeetikett des jeweiligen Produkts.

Weitere Hinweise finden Sie im Ratgeber Bettwäsche gegen Milben.

Luftfeuchtigkeit kontrollieren und regelmässig lüften

Hausstaubmilben bevorzugen feuchtere Bedingungen. Eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte deshalb möglichst vermieden werden.

  • relative Luftfeuchtigkeit möglichst bei maximal etwa 50 % halten
  • regelmässig kurz und kräftig lüften
  • Schlafzimmer eher kühl halten
  • unnötige zusätzliche Luftbefeuchtung vermeiden

Mehr über Temperatur und Feuchtigkeit erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Schlafklima.

Staub und Staubfänger reduzieren

Eine möglichst staubarme Umgebung kann dazu beitragen, die Belastung durch allergenhaltigen Staub zu reduzieren.

  • glatte Oberflächen feucht abwischen
  • Staubsauger möglichst mit geeignetem HEPA-Filter verwenden
  • schwer zu reinigende Staubfänger im Schlafzimmer reduzieren
  • Teppiche, Vorhänge und andere Textilien regelmässig reinigen
Wichtig: Hausstaubmilben lassen sich normalerweise nicht vollständig aus einer Wohnung entfernen. Ziel der Massnahmen ist es, die Belastung durch Milbenallergene möglichst zu reduzieren.

Was sollte man bei Hausstauballergie besser vermeiden?

  • Unbehandeltes Leitungswasser für Nasenspülungen: Verwenden Sie für Nasenspülungen nur dafür geeignetes Wasser.
  • Sehr heisse Dampfinhalationen: Sie behandeln die Allergie nicht und können zu Verbrühungen führen.
  • Stark duftende Zusätze: Duftstoffe oder ätherische Öle können bei empfindlichen Menschen zusätzliche Reizungen verursachen.
  • Trockenes Staubwischen: Dabei können Staub und Allergene aufgewirbelt werden.
  • Dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit: Ein feuchtes Raumklima bietet Hausstaubmilben günstigere Bedingungen.

Wann reichen Hausmittel nicht aus?

Hausmittel und Massnahmen im Schlafzimmer können hilfreich sein, ersetzen aber keine medizinische Abklärung bei ausgeprägten oder anhaltenden Beschwerden.

Fachlicher Rat ist insbesondere sinnvoll bei:

  • regelmässigen oder länger anhaltenden Beschwerden
  • deutlicher Beeinträchtigung von Schlaf und Alltag
  • anhaltendem Husten
  • Atemnot oder pfeifender Atmung
  • Verdacht auf allergisches Asthma

Bei einer bestätigten Allergie stehen je nach Beschwerden auch medizinische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Welche Behandlung geeignet ist, sollte mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer allergologischen Fachperson besprochen werden.

Häufige Fragen zu Hausstauballergie und Hausmitteln

Was hilft als Hausmittel bei Hausstauballergie?

Eine Nasenspülung mit geeigneter Kochsalzlösung kann dabei helfen, Schleim und Allergene aus der Nase zu entfernen. Eine saubere, kühle Kompresse kann gereizte Augen vorübergehend beruhigen. Hausmittel behandeln jedoch nicht die Ursache der Allergie.

Hilft eine Nasenspülung bei Hausstauballergie?

Eine Nasenspülung kann Allergene und Schleim aus den Nasengängen entfernen und Beschwerden dadurch vorübergehend lindern. Wichtig sind eine geeignete Kochsalzlösung, eine saubere Nasendusche und sicheres Wasser.

Welches Wasser darf man für eine Nasendusche verwenden?

Geeignet sind steriles oder destilliertes Wasser beziehungsweise Leitungswasser, das zuvor ausreichend abgekocht und anschliessend abgekühlt wurde. Unbehandeltes Leitungswasser sollte nicht direkt für eine Nasenspülung verwendet werden.

Was hilft langfristig gegen Hausstaubmilbenallergene?

Wichtige Massnahmen sind milbendichte Schutzbezüge für Matratze, Kissen und Bettdecke, regelmässiges Waschen geeigneter Betttextilien, eine relative Luftfeuchtigkeit von maximal etwa 50 % sowie eine möglichst staubarme Reinigung.

Wann sollte man wegen Hausstauballergie zum Arzt gehen?

Wenn Beschwerden regelmässig auftreten, länger anhalten, Schlaf und Alltag deutlich beeinträchtigen oder Atembeschwerden auftreten, sollte eine medizinische beziehungsweise allergologische Abklärung erfolgen.

Fazit: Beschwerden lindern und Allergenbelastung reduzieren

Hausmittel können bei einer Hausstaubmilbenallergie einzelne Beschwerden kurzfristig lindern. Dazu gehören beispielsweise eine sicher durchgeführte Nasenspülung mit Kochsalzlösung oder eine kühle Kompresse bei gereizten Augen.

Langfristig ist vor allem wichtig, den Kontakt mit Milbenallergenen zu reduzieren. Dazu gehören milbendichte Schutzbezüge, regelmässiges Waschen geeigneter Betttextilien, eine kontrollierte Luftfeuchtigkeit und eine möglichst staubarme Umgebung.

Bei starken, anhaltenden oder mit Atemproblemen verbundenen Beschwerden ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.