Die verschiedenen Schlafphasen
Während wir schlafen, durchläuft unser Körper mehrere sogenannte Schlafphasen. Diese wiederholen sich jede Nacht in einem bestimmten Rhythmus. Ein kompletter Schlafzyklus dauert etwa 90 Minuten und wird in der Nacht mehrmals durchlaufen.
Die Schlafphasen sorgen dafür, dass sich Körper und Gehirn erholen können. Besonders wichtig sind dabei die Tiefschlafphasen und die REM-Phase. Mehr Grundlagen zum Thema finden Sie auch hier: Der Schlaf einfach erklärt.
Die fünf Stadien des Schlafs
Ein Schlafzyklus besteht aus mehreren Stadien. Diese gehen fliessend ineinander über.
- Einschlafphase (Stadium I)
- Leichtschlafphase (Stadium II)
- Übergang in den Tiefschlaf (Stadium III)
- Tiefschlafphase (Stadium IV)
- REM-Phase (Stadium V)
Einschlafphase – Stadium I
Die Einschlafphase ist ein sehr leichter Schlaf. Viele Menschen empfinden diesen Zustand noch als halbes Wachsein. Der Körper beginnt sich langsam zu entspannen.
Typische Veränderungen in dieser Phase:
- der Puls wird langsamer
- die Atmung wird ruhiger
- die Muskeln entspannen sich
- die Wahrnehmung der Umgebung nimmt ab
Viele Menschen erleben in dieser Phase ein kurzes Zusammenzucken oder das Gefühl zu fallen. Das liegt daran, dass sich unser Gleichgewichtssinn erst an die liegende Position anpasst.
Diese Phase dauert meist nur wenige Minuten.
Leichtschlafphase – Stadium II
In der Leichtschlafphase wird die Aktivität des Gehirns deutlich reduziert. Der Körper entspannt sich weiter und das Bewusstsein tritt immer stärker in den Hintergrund.
Die Augen bewegen sich kaum noch und die Muskeln sind weitgehend entspannt. Diese Phase macht einen grossen Teil unseres gesamten Schlafs aus – oft etwa die Hälfte der Nacht.
Übergang zum Tiefschlaf – Stadium III
In dieser Phase beginnt der Körper in den eigentlichen Tiefschlaf überzugehen. Die sogenannten Deltawellen treten im Gehirn stärker auf und die Muskelspannung nimmt weiter ab.
Der Körper bereitet sich nun auf die tiefste Erholungsphase vor.
Tiefschlafphase – Stadium IV
Der Tiefschlaf ist die Phase der stärksten körperlichen Erholung. In dieser Phase schlafen wir besonders fest und sind nur schwer zu wecken.
Typisch für den Tiefschlaf:
- sehr langsame Gehirnwellen
- tiefe körperliche Entspannung
- kaum Bewegung im Bett
Wird man in dieser Phase geweckt, fühlt man sich häufig stark verschlafen oder orientierungslos.
Ein gutes Schlafklima und eine passende Bettdecke helfen dabei, diese wichtigen Tiefschlafphasen möglichst ungestört zu erleben.
REM-Phase – Stadium V
Die REM-Phase ist die bekannteste Schlafphase. Der Name steht für „Rapid Eye Movement“, also schnelle Augenbewegungen.
In dieser Phase:
- ist das Gehirn sehr aktiv
- träumen wir besonders intensiv
- verarbeitet das Gehirn Eindrücke des Tages
- werden neue Informationen im Gedächtnis gespeichert
Der Körper bleibt währenddessen stark entspannt, damit wir unsere Träume nicht tatsächlich ausführen. Diese natürliche Blockade schützt uns im Schlaf.
Wie lange dauern die Schlafphasen?
Zu Beginn der Nacht sind die Tiefschlafphasen länger. Gegen Morgen werden die REM-Phasen häufiger und länger.
Der Körper bereitet sich langsam auf das Aufwachen vor. Dabei wird unter anderem das Hormon Cortisol ausgeschüttet und der Stoffwechsel aktiviert.
Die meisten Erwachsenen benötigen etwa 7 bis 8 Stunden Schlaf. Wer deutlich weniger oder deutlich mehr schläft, kann langfristig gesundheitliche Probleme bekommen.
Wenn Sie häufig schlecht schlafen, kann es sinnvoll sein, mögliche Ursachen zu prüfen. Dazu gehören zum Beispiel Stress, ein ungünstiges Schlafklima oder eine ungeeignete Kopfkissen– oder Bettdecken-wahl.