Milbenkot – warum er Allergien auslöst
Einfach erklärt: Nicht die Milben selbst lösen die meisten Beschwerden aus, sondern ihr Kot. Dieser zerfällt zu feinem Staub und kann eingeatmet werden.
Im Bett leben viele Hausstaubmilben. Sie ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen des Menschen. Dabei entstehen kleine Kotpartikel. Diese Partikel enthalten Eiweissstoffe, auf die das Immunsystem vieler Menschen allergisch reagiert.
Der Milbenkot trocknet mit der Zeit aus und zerfällt zu sehr feinem Staub. Beim Aufschütteln der Bettdecke oder beim Drehen im Schlaf können diese Partikel in die Luft gelangen und eingeatmet werden.
Warum Milbenkot Allergien auslöst
Die Eiweissstoffe im Milbenkot können das Immunsystem reizen. Bei Menschen mit einer Hausstauballergie führt dies zu typischen Beschwerden.
Häufige Symptome sind:
- verstopfte oder laufende Nase
- Niesen am Morgen
- juckende oder tränende Augen
- Husten oder Atemprobleme
Da sich Hausstaubmilben besonders gerne in Matratzen, Kissen und Bettdecken aufhalten, treten die Beschwerden oft direkt nach dem Aufstehen auf.
Warum das Bett besonders betroffen ist
Das Bett bietet ideale Bedingungen für Hausstaubmilben:
- konstante Wärme
- hohe Luftfeuchtigkeit durch Atmung und Schwitzen
- viele Hautschuppen als Nahrung
Deshalb befindet sich ein grosser Teil der Milbenpopulation in Matratzen und Bettwaren.
Wie kann man Milbenkot im Bett reduzieren?
Milben lassen sich nie vollständig vermeiden. Es gibt jedoch mehrere Massnahmen, mit denen sich die Belastung deutlich reduzieren lässt.
- regelmässiges Waschen der Bettwäsche bei mindestens 60 °C
- Schutzbezüge für Matratze und Kissen
- regelmässiges Lüften des Schlafzimmers
- Reduktion der Luftfeuchtigkeit
- Staubsauger mit HEPA-Filter verwenden
Auch die Wahl geeigneter Bettwaren kann helfen. Materialien, die Feuchtigkeit gut regulieren, können das Schlafklima verbessern.
Weitere Informationen zu Hausstaubmilben
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