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Kassetten-Bettdecke: Aufbau, Steghöhe und Eigenschaften

Eine Kassetten-Bettdecke besitzt einzelne Kammerbereiche, die durch innenliegende Stoffstege gebildet werden. Diese Konstruktion wird hauptsächlich bei Daunendecken eingesetzt. Die Stege geben der Füllung Raum für ihr Bauschvolumen und begrenzen, dass sich Daunen und Federn grossflächig innerhalb der Decke verlagern.
Kurz erklärt: Bei einer Kassetten-Bettdecke werden Ober- und Unterstoff nicht direkt entlang der inneren Kammergrenzen zusammengenäht. Dazwischen befinden sich Stoffstege. Dadurch entstehen dreidimensionale Kammern, in denen sich eine lose, bauschfähige Füllung verteilen kann.

Was ist eine Kassetten-Bettdecke?

Eine Kassetten-Bettdecke wird auch als Kassettendecke oder Kassettenduvet bezeichnet.

Sie gehört zu den Stegdecken. Zwischen Ober- und Unterstoff werden schmale Stoffstreifen eingenäht. Diese innenliegenden Stoffstreifen heissen Stege.

Die Stege teilen die Bettdecke in einzelne, meist quadratische oder rechteckige Kammerbereiche auf.

Die Begriffe Stegduvet und Kammerduvet werden teilweise ebenfalls verwendet. Sie sind jedoch allgemeiner und müssen nicht immer genau dieselbe Konstruktion wie eine klassische Kassetten-Bettdecke bezeichnen.

Wie ist eine Kassetten-Bettdecke aufgebaut?

Die Bettdecke besteht aus einem Oberstoff, einem Unterstoff und den dazwischen eingenähten Stegen.

Die Stege halten die beiden Stofflagen auf Abstand. Dadurch entsteht innerhalb der einzelnen Kammern Platz für die Füllung.

Bei einer Daunendecke können sich die Daunen innerhalb dieses Raums aufbauschen. Die zwischen den Daunen eingeschlossene Luft trägt zur Isolation bei.

Form, Grösse und Anzahl der Kammern unterscheiden sich je nach Bettdeckengrösse, Wärmegrad und Hersteller.

Wichtig: Eine besonders hohe Anzahl von Kammern ist nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal. Kammergrösse, Steghöhe, Füllgewicht und Bauschkraft müssen sinnvoll aufeinander abgestimmt sein.

Welche Aufgabe haben die Stege?

Die innenliegenden Stege erfüllen mehrere Aufgaben:

  • Sie verbinden Ober- und Unterstoff.
  • Sie bilden die Seitenwände der Kammerbereiche.
  • Sie schaffen Raum für das Bauschvolumen der Füllung.
  • Sie begrenzen die grossflächige Verlagerung von Daunen und Federn.
  • Sie vermeiden direkte durchgesteppte Linien zwischen Ober- und Unterstoff.

Die Stege sorgen damit für eine andere Wärmeverteilung als bei einer vollständig durchgesteppten Bettdecke.

Was bedeutet die Steghöhe?

Die Steghöhe bezeichnet die Breite des Stoffstreifens, der zwischen Ober- und Unterstoff eingenäht ist.

Sie ist nicht mit der sichtbaren Gesamtdicke der aufgebauschten Bettdecke gleichzusetzen. Die tatsächliche Dicke hängt zusätzlich von Füllmenge und Bauschvolumen ab.

Ein höherer Steg schafft grundsätzlich mehr Platz innerhalb der Kammer. Dieser zusätzliche Raum führt jedoch nur dann zu mehr Volumen, wenn eine passende Menge Füllmaterial vorhanden ist.

Ein hoher Steg macht eine Bettdecke deshalb nicht automatisch wärmer.

Der Wärmegrad wird unter anderem beeinflusst durch:

  • Füllgewicht
  • Daunenanteil
  • Bauschkraft der Daunen
  • Kammergrösse
  • Steghöhe
  • gesamte Konstruktion der Bettdecke

Verhindert eine Kassetten-Bettdecke Kältebrücken?

Bei einer durchgesteppten Bettdecke werden Ober- und Unterstoff entlang der Steppnähte direkt miteinander verbunden. An diesen Stellen ist die isolierende Füllschicht stark reduziert oder vollständig unterbrochen.

Bei einer Kassetten-Bettdecke liegt zwischen den beiden Stoffseiten ein Steg. Dadurch bleibt im Bereich der Kammergrenzen mehr Abstand zwischen Ober- und Unterstoff.

Die Kassettenkonstruktion kann Bereiche mit stark verminderter Isolation deshalb reduzieren.

Sie verhindert jedoch nicht jeden Wärmeverlust. Auch die Stoffstege und andere Teile der Konstruktion leiten Wärme, und jede Bettdecke gibt einen Teil der Körperwärme an ihre Umgebung ab.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über Wärmebrücken und Kältebrücken bei Bettdecken.

Kann die Füllung in den Kammern verrutschen?

Die Kammeraufteilung begrenzt, dass sich die lose Füllung grossflächig von einer Seite der Bettdecke zur anderen verlagert.

Innerhalb einer einzelnen Kammer bleiben Daunen und Federn jedoch beweglich. Sie können sich durch Gebrauch oder Lagerung in einem Bereich der Kammer sammeln.

Durch regelmässiges und vorsichtiges Aufschütteln lässt sich die Füllung wieder lockern und innerhalb der Kammern verteilen.

Ob Füllmaterial auch zwischen benachbarten Kammern bewegt werden kann, hängt von der genauen Konstruktion ab. Manche Stege besitzen Befüllungsöffnungen oder Durchgänge, während andere Kammern stärker voneinander getrennt sind.

Welche Füllmaterialien werden verwendet?

Kassettenkonstruktionen werden hauptsächlich für lose und bauschfähige Füllmaterialien verwendet.

Besonders typisch sind:

  • Daunen
  • Mischungen aus Daunen und Federn

Zusammenhängende Füllungen aus Woll- oder Faservlies werden meist mit anderen Steppkonstruktionen verarbeitet.

Kassettensteppung, Karo-Step und Einziehdecke im Vergleich

Die Bezeichnungen für Stepparten werden im Bettwarenhandel nicht immer vollständig einheitlich verwendet.

Auf Bettdecken.ch unterscheiden wir die Konstruktionen folgendermassen:

Konstruktion Aufbau Füllungsverteilung
Kassetten-Bettdecke innenliegende Stege bilden einzelne dreidimensionale Kammerbereiche grossflächige Verlagerung wird begrenzt; innerhalb der Kammern bleibt die Füllung beweglich
Karo-Step unterbrochene Stege mit Öffnungen zwischen den Bereichen Füllung kann je nach Konstruktion teilweise zwischen den Bereichen verteilt werden
Einziehdecke Ober- und Unterstoff werden an den Steppnähten direkt miteinander vernäht Füllung wird durch die durchgesteppten Felder begrenzt

Ist eine Kassetten-Bettdecke immer eine Winterdecke?

Nein. Die Kassettenkonstruktion allein bestimmt nicht, wie warm eine Bettdecke ist.

Sie wird häufig bei warmen Daunen- und Winterdecken eingesetzt, weil die Stege viel Raum für eine bauschfähige Füllung schaffen können.

Mit einer geringeren Füllmenge und einer entsprechend angepassten Konstruktion sind jedoch auch weniger warme Kassetten-Bettdecken möglich.

Entscheidend ist immer der ausgewiesene Wärmegrad des konkreten Duvets.

Vorteile und Nachteile einer Kassetten-Bettdecke

Mögliche Vorteile Mögliche Nachteile
Stege schaffen Raum für das Bauschvolumen der Füllung aufwendigere Herstellung als bei einer einfach durchgesteppten Decke
Kammern begrenzen die grossflächige Verlagerung der Füllung höherer Herstellungsaufwand kann sich im Preis zeigen
durchgesteppte Linien mit stark unterbrochener Füllschicht werden reduziert Füllung kann sich innerhalb einzelner Kammern ungleichmässig verteilen
besonders für lose, bauschfähige Füllungen geeignet Steppart allein ist noch kein Nachweis für die Qualität der gesamten Bettdecke

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Die Kassettensteppung ist nur ein Merkmal einer Daunendecke.

Beachten Sie zusätzlich:

  • Wärmegrad: Passt die Bettdecke zu Ihrem Wärmebedarf und zur Raumtemperatur?
  • Füllmaterial: Welche Daunen und Federn werden verwendet?
  • Daunenanteil: Wie ist das Verhältnis von Daunen zu Federn?
  • Füllgewicht: Wie viel Füllmaterial befindet sich in der Decke?
  • Bauschkraft: Welches Volumen können die Daunen bei einem bestimmten Gewicht entwickeln?
  • Konstruktion: Passen Steghöhe, Kammergrösse und Füllmenge zusammen?

Weder besonders hohe Stege noch besonders viele Kammern machen eine Bettdecke automatisch hochwertiger oder wärmer.

Häufige Fragen zur Kassetten-Bettdecke

Was ist eine Kassetten-Bettdecke?

Eine Kassetten-Bettdecke besitzt innenliegende Stoffstege. Diese verbinden Ober- und Unterstoff und bilden einzelne dreidimensionale Kammerbereiche.

Ist ein höherer Steg immer wärmer?

Nein. Ein höherer Steg schafft mehr Raum, dieser muss jedoch mit einer passenden Füllmenge und Bauschkraft kombiniert werden. Der gesamte Aufbau bestimmt den Wärmegrad.

Verhindert die Kassettensteppung Wärmebrücken vollständig?

Nein. Die Stege vermeiden direkte durchgesteppten Linien zwischen Ober- und Unterstoff und können Bereiche mit stark reduzierter Füllschicht vermindern. Jeder Teil einer Bettdecke gibt jedoch Wärme an die Umgebung ab.

Kann die Füllung in einer Kassettendecke verrutschen?

Die Kammern begrenzen eine grossflächige Verlagerung. Innerhalb der einzelnen Kammern bleiben Daunen und Federn jedoch beweglich.

Ist eine Kassetten-Bettdecke immer besonders warm?

Nein. Wie warm die Bettdecke ist, hängt insbesondere von Füllmaterial, Füllgewicht, Bauschkraft, Steghöhe und Kammergrösse ab.

Weitere Stepparten von Bettdecken

Die Kassettensteppung ist eine von mehreren Möglichkeiten, wie gesteppte Bettdecken aufgebaut werden.

Welche Steppart sinnvoll ist, hängt von Füllmaterial, gewünschtem Wärmegrad und Verwendungszweck ab.

Fazit: Was zeichnet eine Kassetten-Bettdecke aus?

Bei einer Kassetten-Bettdecke verbinden innenliegende Stoffstege den Ober- und Unterstoff. Dadurch entstehen dreidimensionale Kammerbereiche.

Diese Konstruktion schafft Raum für lose, bauschfähige Füllungen und begrenzt deren grossflächige Verlagerung. Innerhalb der Kammern bleiben Daunen und Federn jedoch beweglich.

Die Stege reduzieren direkte durchgesteppte Linien mit stark unterbrochener Füllschicht. Sie verhindern aber nicht jeden Wärmeverlust.

Wie warm und hochwertig die fertige Bettdecke ist, hängt vom Zusammenspiel von Füllmaterial, Daunenanteil, Füllgewicht, Bauschkraft, Steghöhe, Kammergrösse und Verarbeitung ab.

Kassetten-Bettdecke/Kassetten-Stepp