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Frieren im Bett: Warum Sie nachts frieren und was hilft

Teil unseres Schlafprobleme-Ratgebers: Dieses Thema gehört zum Bereich Temperatur und Bettklima. Weitere mögliche Ursachen und verwandte Beschwerden finden Sie in unserer Übersicht zu Schlafproblemen.

Kurz erklärt:

Wenn Sie nachts im Bett frieren, ist nicht automatisch eine möglichst dicke Bettdecke die beste Lösung. Prüfen Sie zuerst Wärmegrad, Grösse der Bettdecke, kalte Füsse, Zugluft und Raumtemperatur. Frieren Sie auch tagsüber ungewöhnlich stark oder treten weitere Beschwerden auf, sollte nicht nur die Bettausstattung als Ursache betrachtet werden.

Frieren im Bett kann das Einschlafen erschweren oder dazu führen, dass Sie nachts aufwachen und lange brauchen, bis Ihnen wieder warm wird.

Häufig lässt sich die Ursache im Schlafumfeld finden: Die Bettdecke ist für den persönlichen Wärmebedarf zu leicht, Füsse oder Schultern liegen zeitweise frei oder das Schlafzimmer ist für Sie zu kühl.

Manchmal liegt es aber nicht an der Bettdecke. Deshalb hilft zunächst ein kurzer Check.

Schnellcheck: Warum friere ich nachts?

Was Sie bemerken Mögliche Erklärung Was zuerst prüfen?
Der ganze Körper friert Bettdecke zu leicht oder Schlafzimmer für Sie zu kühl höheren Wärmegrad prüfen
Vor allem die Füsse sind kalt Füsse werden nicht ausreichend warm oder liegen zeitweise frei Füsse vorwärmen und Deckenlänge prüfen
Kühle Luft kommt an den Seiten hinein Bettdecke zu schmal, verrutscht oder Zugluft Breite der Decke und Schlafumgebung prüfen
Erst schwitzen, später frieren Bettdecke möglicherweise zu warm, Kleidung oder Bettwäsche werden feucht Wärmegrad und Ursache des Schwitzens prüfen
Füsse oder Schultern liegen frei Bettdecke zu kurz oder zu klein passende Länge und Breite wählen
Die Liegefläche fühlt sich kühl an kühle Schlafumgebung oder Unterlage Raum, Bettposition und Unterlage prüfen

Frieren Sie nur im Bett oder auch tagsüber?

Diese Unterscheidung hilft dabei, die Ursache besser einzugrenzen.

Sie frieren hauptsächlich nachts

Dann sollten Sie zuerst Schlafumgebung und Bettausstattung überprüfen:

  • Passt der Wärmegrad der Bettdecke?
  • Bleiben Füsse und Schultern zugedeckt?
  • Ist die Bettdecke gross genug?
  • Gibt es Zugluft?
  • Ist das Schlafzimmer für Sie zu kühl?
  • Schwitzen Sie zunächst und frieren erst später?

Sie frieren auch tagsüber ungewöhnlich stark

Dann sollte nicht nur die Bettdecke betrachtet werden. Eine neu aufgetretene, zunehmende oder länger anhaltende starke Kälteempfindlichkeit kann unterschiedliche körperliche Ursachen haben.

Besonders wenn weitere Beschwerden hinzukommen, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Warum verändert sich das Wärmegefühl beim Schlafen?

Die Temperaturregulation des Körpers verändert sich im Tagesverlauf und während des Schlafs. Das gehört zum normalen Schlaf-Wach-Rhythmus.

Problematisch ist nicht dieser natürliche Vorgang selbst. Entscheidend ist, ob Raumtemperatur, Schlafkleidung und Bettdecke zusammen genügend Wärme für Ihren persönlichen Bedarf bieten.

Was hilft schnell gegen Frieren im Bett?

Bevor Sie eine neue Bettdecke kaufen, können Sie einige einfache Punkte überprüfen.

  • Füsse vorwärmen: Gehen Sie möglichst nicht mit bereits sehr kalten Füssen ins Bett.
  • Trockene Socken: Lockere und trockene Socken können bei kalten Füssen angenehm sein.
  • Deckengrösse prüfen: Füsse und Schultern sollten auch bei Bewegung zugedeckt bleiben.
  • Zugluft vermeiden: Prüfen Sie Fenster, Türen und die Position des Bettes.
  • Bett vorwärmen: Eine Wärmflasche kann insbesondere das Fussende vor dem Schlafengehen erwärmen.
  • Wärmegrad prüfen: Frieren Sie regelmässig unter Ihrer Bettdecke, kann sie für Ihren persönlichen Wärmebedarf zu leicht sein.
Wärmflasche sicher verwenden:

Verwenden Sie kein kochendes Wasser, prüfen Sie die Wärmflasche auf Schäden und verwenden Sie eine geeignete Hülle. Sehr heisse Wärmflaschen sollten nicht direkt auf der Haut liegen.

Wenn hauptsächlich Ihre Füsse betroffen sind, lesen Sie auch unseren Ratgeber Kalte Füsse im Bett.

Welche Bettdecke hilft, wenn man schnell friert?

Die wichtigste Regel:

Wählen Sie zuerst den passenden Wärmegrad und danach das Füllmaterial. Wer stark friert, sollte zunächst Bettdecken für einen hohen Wärmebedarf vergleichen. Danach können Gewicht, Material und Liegegefühl entscheiden.

Bei der Auswahl einer warmen Bettdecke sind besonders wichtig:

  • Wärmegrad: Bei hohem Wärmebedarf ist eine Winterdecke meist die passende Kategorie.
  • Grösse: Die Bettdecke sollte so lang und breit sein, dass Sie auch bei Bewegung zugedeckt bleiben.
  • Anschmiegsamkeit: Eine gut anliegende Decke kann grössere offene Bereiche an den Seiten reduzieren.
  • Gewicht: Manche Menschen bevorzugen eine sehr leichte Bettdecke, andere ein stärker spürbares Gewicht.
  • Pflege: Waschbarkeit und Pflegeaufwand unterscheiden sich je nach Füllmaterial.

Bettdecken für Menschen, die schnell frieren · Winterdecken ansehen

Mehr zur Einordnung finden Sie im Ratgeber Wärmegrad einer Bettdecke.

Welches Material eignet sich für eine warme Bettdecke?

Warme Bettdecken können mit unterschiedlichen Füllmaterialien hergestellt werden. Nicht das Material allein bestimmt die Wärme. Entscheidend ist die konkrete Bettdecke mit ihrer Füllmenge, Konstruktion und Wärmeeinstufung.

Material Typisches Deckengefühl Interessant, wenn…
Daunen bauschig und besonders leicht Sie eine warme Bettdecke mit möglichst geringem Gewicht bevorzugen
Schafwolle kompakter und stärker spürbar Sie eine klassische Naturhaardecke mit deutlicherem Deckengefühl bevorzugen
Alpaka Naturhaar mit eher leichtem Deckengefühl Sie eine feine tierische Naturfaser bevorzugen
Kamelhaar Naturhaar in verschiedenen Wärmestufen Sie zwischen Sommer-, Ganzjahres-, Winter- und Duo-Ausführungen wählen möchten

Es gibt deshalb nicht das eine beste Material gegen Frieren. Wählen Sie zuerst eine ausreichend warme Bettdecke und danach das Material nach gewünschtem Gewicht, Liegegefühl und Pflege.

Warum friere ich trotz dicker Bettdecke?

Die sichtbare Dicke einer Bettdecke sagt nicht zuverlässig aus, wie warm sie tatsächlich ist.

Wenn Sie trotz einer dicken Bettdecke frieren, prüfen Sie:

  • Ist die Decke tatsächlich für einen hohen Wärmebedarf ausgelegt?
  • Ist sie lang und breit genug?
  • Entstehen an den Seiten offene Bereiche?
  • Sind Schlafkleidung oder Bettwäsche feucht?
  • Ist das Schlafzimmer für Sie zu kühl oder zugig?

Entscheidend ist deshalb die tatsächliche Wärmeeinstufung und nicht allein das sichtbare Volumen der Decke.

Warum schwitze ich zuerst und friere später?

Wenn Sie zuerst schwitzen und später frieren, ist eine noch wärmere Bettdecke nicht automatisch die richtige Lösung.

Feuchte Schlafkleidung oder Bettwäsche kann sich später unangenehm kühl anfühlen. Prüfen Sie deshalb, ob Ihre aktuelle Bettdecke möglicherweise bereits zu warm ist.

Auch sehr warme Schlafkleidung, Bettwäsche oder ein stark beheiztes Schlafzimmer können eine Rolle spielen.

Wenn nächtliches Schwitzen regelmässig auftritt, lesen Sie unseren Ratgeber Schwitzen im Bett.

Was hilft bei kalten Füssen?

Manche Menschen frieren hauptsächlich an Füssen und Zehen.

Dann können folgende Punkte hilfreich sein:

  • Füsse bereits vor dem Schlafengehen erwärmen
  • trockene und nicht einengende Socken tragen
  • prüfen, ob die Bettdecke lang genug ist
  • das Fussende sicher vorwärmen
  • Zugluft am Fussende vermeiden

Mehr über kalte Füsse im Bett

Kann eine zu kleine Bettdecke zum Frieren führen?

Ja. Besonders bei viel Bewegung kann eine knapp bemessene Bettdecke verrutschen. Dadurch liegen Füsse, Rücken oder Schultern zeitweise frei.

Entscheidend ist nicht eine bestimmte Standardlänge, sondern ob die Bettdecke zu Körpergrösse und Schlafverhalten passt.

Wenn Sie sich häufig aufdecken, kann eine längere oder breitere Bettdecke angenehmer sein.

Passende Bettdeckengrösse finden

Was ausser der Bettdecke noch zum Frieren beitragen kann

Bettwäsche

Bettwäsche beeinflusst das unmittelbare Hautgefühl. Angeraute Stoffe wie Flanell und Edelflanell fühlen sich typischerweise wärmer an als glatte Baumwollstoffe.

Warme Bettwäsche kann im Winter den Komfort verbessern. Sie ersetzt jedoch keine ausreichend warme Bettdecke, wenn deren Wärmegrad deutlich zu niedrig ist.

Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber Stoffe und Webarten bei Bettwäsche.

Liegefläche und Auflage

Wenn sich das Bett dauerhaft von unten unangenehm kühl anfühlt, sollten Sie Raumtemperatur, Bettposition, Matratze und vorhandene Auflage gemeinsam betrachten.

Eine zusätzliche Matratzenauflage bildet eine weitere textile Schicht und kann das Liegegefühl verändern. Sie ist jedoch nicht automatisch in jeder Situation notwendig.

Raumtemperatur und Zugluft

Viele Menschen schlafen gerne in einem eher kühlen Schlafzimmer. Wer nachts friert, sollte den Raum aber nicht bewusst so kühl halten, dass das Schlafen unangenehm wird.

Eine feste Idealtemperatur passt nicht zu jedem Menschen. Entscheidend ist, dass Sie im Bett weder dauerhaft frieren noch regelmässig überhitzen.

Prüfen Sie ausserdem, ob direkte Zugluft durch Fenster, Türen oder die Position des Bettes entsteht.

Mehr zum Zusammenspiel von Raumtemperatur, Feuchtigkeit und Bettdecke finden Sie unter Schlafklima verstehen.

Wann sollte starkes Frieren medizinisch abgeklärt werden?

Wenn Sie nur in einem kühlen Schlafzimmer oder unter einer zu leichten Bettdecke frieren, liegt eine Erklärung durch das Schlafumfeld nahe.

Eine medizinische Abklärung ist dagegen sinnvoll, wenn:

  • Sie auch tagsüber ungewöhnlich stark frieren
  • die starke Kälteempfindlichkeit neu aufgetreten ist
  • das Frieren zunehmend stärker wird
  • ausgeprägte Müdigkeit oder andere neue Beschwerden hinzukommen
  • Hände oder Füsse regelmässig auffällig ihre Farbe verändern
  • Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schmerzen auftreten

Plötzlich auftretende starke Beschwerden mit einem ungewöhnlich kalten, blassen, tauben oder stark schmerzenden Arm oder Bein sollten rasch medizinisch beurteilt werden.

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Untersuchung oder Beratung.

Häufige Fragen zum Frieren im Bett

Warum friere ich nachts im Bett?

Häufige Gründe sind eine für den persönlichen Wärmebedarf zu leichte oder zu kleine Bettdecke, kalte Füsse, Zugluft oder eine unangenehm niedrige Raumtemperatur. Wer auch tagsüber ungewöhnlich stark friert, sollte zusätzlich andere mögliche Ursachen berücksichtigen.

Warum friere ich trotz dicker Bettdecke?

Die Dicke einer Bettdecke sagt nicht zuverlässig aus, wie warm sie ist. Entscheidend sind Wärmegrad, Füllmaterial, Füllmenge und Konstruktion. Auch eine zu kleine Decke, Zugluft oder feuchte Schlafkleidung können das Kältegefühl verstärken.

Welche Bettdecke ist geeignet, wenn ich stark friere?

Prüfen Sie zuerst eine Winterdecke beziehungsweise einen hohen Wärmegrad. Danach können Sie das Füllmaterial nach gewünschtem Gewicht, Liegegefühl und Pflege auswählen.

Was ist wärmer: Daunen oder Schafwolle?

Beide Materialien können für warme Winterdecken verwendet werden. Daunendecken können bei hoher Wärmeleistung sehr leicht sein, während Schafwolldecken typischerweise kompakter und stärker spürbar sind. Für die Auswahl ist der Wärmegrad der konkreten Bettdecke entscheidend.

Warum schwitze ich erst und friere später?

Werden Schlafkleidung oder Bettwäsche durch Schwitzen feucht, können sie sich später unangenehm kühl anfühlen. In diesem Fall sollte geprüft werden, ob die Bettdecke möglicherweise bereits zu warm ist.

Was hilft gegen kalte Füsse im Bett?

Wärmen Sie die Füsse vor dem Schlafengehen, tragen Sie bei Bedarf trockene und nicht einengende Socken und prüfen Sie, ob das Fussende vollständig zugedeckt bleibt.

Wann sollte ständiges Frieren ärztlich abgeklärt werden?

Eine medizinische Abklärung ist sinnvoll, wenn Sie auch tagsüber ungewöhnlich stark frieren, die Kälteempfindlichkeit neu oder zunehmend ist oder weitere Beschwerden hinzukommen.

Weitere Schlafprobleme

Fazit: Beim Frieren zuerst die Ursache eingrenzen

Wenn Sie nachts frieren, ist nicht automatisch die dickste Bettdecke die beste Lösung. Prüfen Sie zuerst Wärmegrad, Grösse, kalte Füsse, Zugluft und Raumtemperatur.

Ist Ihre Bettdecke tatsächlich zu leicht, wählen Sie zuerst die passende Wärmestufe. Danach können Sie zwischen Daunen, Schafwolle, Alpaka, Kamelhaar und anderen Füllungen nach gewünschtem Gewicht, Liegegefühl und Pflege entscheiden.

Frieren Sie dagegen auch ausserhalb des Bettes ungewöhnlich stark oder treten weitere Beschwerden auf, sollte nicht nur die Schlafumgebung als Ursache betrachtet werden.

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