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Was bedeutet mercerisiert bei einem Stoff?

Der Begriff mercerisiert beschreibt eine spezielle Veredelung von Baumwolle. Dabei werden Baumwollgarne oder Baumwollstoffe mit Natronlauge behandelt. Dieses Verfahren wurde im 19. Jahrhundert vom englischen Chemiker John Mercer entwickelt – daher stammt auch der Name Mercerisation.

Durch diese Behandlung verändern sich die Baumwollfasern. Sie werden glatter, etwas stärker und können Farbstoffe besser aufnehmen. Das Ergebnis sind besonders hochwertige Baumwollstoffe mit einer leicht glänzenden Oberfläche.

Mercerisierte Baumwolle wird häufig für hochwertige Textilien verwendet, zum Beispiel für Bettwäsche, feine Kleidung oder hochwertige Garne.

Was passiert bei der Mercerisation?

Bei der Mercerisation wird Baumwolle unter Spannung mit Natronlauge behandelt. Dabei quellen die Fasern leicht auf und verändern ihre Struktur. Anschliessend werden sie gründlich gespült und neutralisiert.

Durch diesen Prozess entstehen mehrere Vorteile:

  • glattere und leicht glänzende Oberfläche
  • höhere Reissfestigkeit der Baumwollfasern
  • bessere Aufnahme von Farbstoffen
  • gleichmässigeres und hochwertigeres Gewebe

Aus diesem Grund wird mercerisierte Baumwolle besonders häufig für hochwertige Textilien eingesetzt.

Wo wird mercerisierte Baumwolle verwendet?

Mercerisierte Baumwolle findet man vor allem bei hochwertigen Stoffen. Besonders verbreitet ist sie bei:

  • hochwertiger Bettwäsche
  • feinen Baumwollstoffen
  • Stickgarnen und Nähgarnen
  • hochwertiger Kleidung

Auch bei bestimmten Stoffarten für Bettwaren kommt mercerisierte Baumwolle zum Einsatz, zum Beispiel bei besonders glatten Geweben wie Baumwoll-Perkal, Baumwoll-Satin oder anderen feinen Baumwollstoffen.

Vorteile von mercerisierter Baumwolle

Mercerisierte Baumwolle hat gegenüber unbehandelter Baumwolle mehrere Vorteile:

  • glatte und leicht glänzende Oberfläche
  • sehr gute Farbaufnahme
  • höhere Festigkeit der Fasern
  • weniger anfällig für Fusselbildung (Pilling)

Gerade bei Bettwaren sorgt mercerisierte Baumwolle für ein besonders glattes und angenehmes Gefühl auf der Haut.

Pflege von mercerisierter Baumwolle

Textilien aus mercerisierter Baumwolle können in der Regel genauso gepflegt werden wie normale Baumwolle. Viele Stoffe sind problemlos bei 40 bis 60 °C waschbar und behalten auch nach vielen Wäschen ihre glatte Oberfläche.

Allgemeine Tipps finden Sie in unserem Ratgeber zur Pflege und Hygiene von Bettdecken und Bettwaren.

Gibt es auch Nachteile?

Die Mercerisation ist ein zusätzlicher Verarbeitungsschritt. Dadurch sind mercerisierte Stoffe meist etwas teurer als unbehandelte Baumwolle.

Bei der Behandlung wird Natronlauge eingesetzt. Moderne Produktionsverfahren arbeiten jedoch meist mit geschlossenen Kreisläufen, sodass die verwendeten Chemikalien weitgehend zurückgewonnen und wiederverwendet werden können.

Fazit

Mercerisierte Baumwolle ist eine veredelte Form der Baumwolle. Durch die Behandlung mit Natronlauge wird der Stoff glatter, fester und nimmt Farben besser auf. Dadurch entstehen hochwertige Textilien, die langlebig, farbintensiv und angenehm auf der Haut sind.

Mehr Grundlagen zu Stoffen und Materialien finden Sie auch in unserem Überblick über Materialien für Bettdecken und Bettwaren.