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Baumwolle als Hüllstoff für Bettdecken und Kissen

Baumwolle ist eine natürliche Pflanzenfaser und wird häufig für die Hüllen von Bettdecken und Kissen verwendet. Aus Baumwolle lassen sich sehr unterschiedliche Gewebe herstellen – von besonders feinen und leichten Stoffen bis zu dichteren und robusteren Qualitäten. Die Eigenschaften einer Baumwollhülle hängen deshalb nicht nur vom Fasermaterial, sondern auch von Garn, Gewebekonstruktion und Verarbeitung ab.
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Kurz erklärt: Baumwolle bezeichnet das Fasermaterial. Aus Baumwollgarn können unterschiedliche Stoffe für Bettdecken- und Kissenhüllen hergestellt werden. Je nach Gewebe können diese besonders leicht, weich, dicht oder robust sein.

Was ist Baumwolle?

Baumwolle ist eine natürliche Pflanzenfaser. Die für Textilien verwendeten Fasern wachsen als feine Samenhaare an den Samen der Baumwollpflanze. Nach der Ernte werden die Fasern von den Samen getrennt, gereinigt und für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Anschliessend können sie zu Garn versponnen und zu unterschiedlichen Stoffen verarbeitet werden. Im Bereich Bettwaren wird Baumwolle unter anderem verwendet für:

Warum wird Baumwolle für Bettdecken und Kissen verwendet?

Baumwolle lässt sich vielseitig verarbeiten und eignet sich deshalb für unterschiedliche Arten von Bettwaren. Je nach Gewebe kann ein Baumwollstoff:
  • leicht und fein sein
  • weich und angenehm im Griff sein
  • Feuchtigkeit aufnehmen
  • unterschiedlich luftdurchlässig sein
  • besonders dicht oder eher locker gewebt werden
  • unterschiedliche Pflegeeigenschaften besitzen
Die konkreten Eigenschaften hängen immer vom fertigen Stoff ab. Eine leichte Baumwollhülle für eine Sommerdecke stellt beispielsweise andere Anforderungen an das Gewebe als die sehr fein und dicht gewebte Hülle einer Daunendecke.

Was ist der Unterschied zwischen Baumwolle, Gewebe und Webart?

Baumwolle bezeichnet zunächst das Fasermaterial. Die Baumwollfasern werden zu Garn verarbeitet. Aus diesem Garn können anschliessend unterschiedliche Gewebe hergestellt werden. Begriffe wie Batist, Perkal, Cambric oder Satin beschreiben dabei unterschiedliche Gewebequalitäten, Konstruktionen oder Bindungen. Deshalb können zwei Stoffe beide aus 100 % Baumwolle bestehen und sich trotzdem deutlich unterscheiden bei:
  • Gewicht
  • Feinheit
  • Oberfläche
  • Griff
  • Dichte
  • Luftdurchlässigkeit
Die Materialangabe „100 % Baumwolle“ allein sagt deshalb noch nicht alles über die Eigenschaften eines Stoffes aus.

Bettdeckenhülle oder Bettwäsche: Was ist der Unterschied?

Die Hülle einer Bettdecke ist nicht dasselbe wie der abnehmbare Duvetbezug. Die Bettdeckenhülle gehört fest zur Bettdecke und umschliesst das Füllmaterial. Die Bettwäsche beziehungsweise der Duvetbezug wird über die fertige Bettdecke gezogen und kann regelmässig gewechselt und gewaschen werden. Welche Anforderungen an die Hülle gestellt werden, hängt stark vom Füllmaterial ab. Bei einer Daunendecke muss das Hüllengewebe beispielsweise so beschaffen sein, dass die feine Füllung möglichst zuverlässig im Inneren bleibt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Lexikonbeitrag zur Eigenschaft daunendicht. Bei Bettdecken mit Schafwolle, Alpaka, Kamelhaar oder anderen Füllmaterialien können wiederum andere Baumwollgewebe eingesetzt werden.

Ist Baumwolle atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend?

Baumwolle kann Feuchtigkeit aufnehmen und wird deshalb bei vielen Betttextilien als angenehm empfunden. Wie luftdurchlässig ein fertiger Baumwollstoff ist und wie er mit Feuchtigkeit umgeht, hängt jedoch nicht allein von der Baumwollfaser ab. Wichtige Faktoren sind beispielsweise:
  • Feinheit der Garne
  • Dichte des Gewebes
  • Gewebekonstruktion
  • Gewicht des Stoffes
  • textile Ausrüstung und Verarbeitung
Ein leichter und weniger dicht konstruierter Baumwollstoff kann deshalb eine andere Luftdurchlässigkeit besitzen als ein sehr dichtes Baumwollgewebe. Die Eigenschaften einer Bettdeckenhülle sollten daher immer anhand des fertigen Gewebes beurteilt werden und nicht nur anhand der Angabe „Baumwolle“.

Was ist Mako-Baumwolle?

Mako beziehungsweise Makò ist eine traditionelle Bezeichnung für ägyptische Baumwolle beziehungsweise für Gewebe daraus. Der Name wird historisch auf Mako Bey zurückgeführt, der mit der Förderung des Baumwollanbaus in Ägypten verbunden war. Die Bezeichnung Mako allein garantiert jedoch keine bestimmte Qualitätsstufe des fertigen Stoffes. Die tatsächliche Qualität eines Baumwollgewebes hängt unter anderem ab von:
  • Eigenschaften und Feinheit der verwendeten Baumwollfasern
  • Qualität des Garns
  • Gewebekonstruktion
  • Verarbeitung und Veredelung

Was bedeutet Mako-Satin?

Mako und Satin beschreiben nicht dieselbe Eigenschaft eines Stoffes. Mako bezieht sich auf die verwendete Baumwolle beziehungsweise die traditionelle Materialbezeichnung. Satin beschreibt die Bindungsart beziehungsweise den daraus entstehenden Gewebecharakter mit einer typischerweise glatten Oberfläche. Bei Mako-Satin wird somit Baumwolle, die als Mako bezeichnet wird, zu einem Satin-Gewebe verarbeitet.

Ist Mako-Baumwolle automatisch Bio?

Nein. Die Bezeichnung Mako sagt für sich allein nichts darüber aus, ob die Baumwolle nach biologischen Richtlinien angebaut wurde. Mako-Baumwolle ist deshalb nicht automatisch Bio-Baumwolle. Für Aussagen über biologischen Anbau sind entsprechende Angaben beziehungsweise Zertifizierungen notwendig. Begriffe wie Bio-Baumwolle, kontrolliert biologischer Anbau (kbA) oder eine entsprechende Zertifizierung beschreiben andere Kriterien als die Bezeichnung Mako.

Kann eine Baumwollhülle bei 60 °C gewaschen werden?

Die Verwendung von Baumwolle bedeutet nicht automatisch, dass ein fertiges Produkt bei 60 °C gewaschen werden darf. Bei einer Bettdecke oder einem Kissen muss immer das gesamte Produkt betrachtet werden. Neben dem Hüllengewebe spielen beispielsweise auch Füllmaterial und Verarbeitung eine Rolle. Deshalb gelten immer die Pflegehinweise des konkreten Produkts. Bei einer Hausstaubmilbenallergie kann die Waschbarkeit geeigneter Betttextilien bei 60 °C ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Baumwolle allein macht eine Bettdecke oder ein Kissen jedoch nicht automatisch allergikergeeignet.

Welche Baumwollhülle ist für eine Bettdecke am besten?

Es gibt nicht ein einziges Baumwollgewebe, das für jede Bettdecke optimal ist. Die Hülle sollte immer zur Füllung und zum Einsatzzweck der Bettdecke passen. Bei einer leichten Sommerdecke kann beispielsweise ein geringes Gewicht der Hülle wichtig sein. Bei einer Daunendecke sollte das Gewebe möglichst leicht und anschmiegsam sein und gleichzeitig die Anforderungen an die Daunendichtheit erfüllen. Bei anderen Füllmaterialien können wiederum andere Eigenschaften im Vordergrund stehen. Für die Beurteilung einer Bettdeckenhülle sind deshalb mehrere Faktoren wichtig:
  • Qualität der verwendeten Baumwolle
  • Garnfeinheit
  • Gewebekonstruktion
  • Gewicht der Hülle
  • Verarbeitung
  • Anforderungen des Füllmaterials

Fazit: Baumwolle für Bettdecken- und Kissenhüllen

Baumwolle ist eine vielseitige Naturfaser und eignet sich für sehr unterschiedliche Hüllengewebe bei Bettdecken und Kissen. Die Angabe „100 % Baumwolle“ allein reicht jedoch nicht aus, um die Qualität und Eigenschaften eines Stoffes zu beurteilen. Ebenso wichtig sind Garn, Gewebekonstruktion, Gewicht und Verarbeitung. Auch Begriffe wie Mako, Batist, Perkal oder Satin sollten nicht gleichgesetzt werden. Sie beschreiben unterschiedliche Aspekte eines textilen Stoffes. Welche Baumwollhülle optimal ist, hängt letztlich davon ab, welche Füllung sie umschliesst und welche Anforderungen die fertige Bettdecke oder das Kissen erfüllen soll. Mehr über verschiedene Stoffe, Gewebe und Webarten erfahren Sie in unserem Überblick zu Stoffe & Webarten rund ums Bett.