Was ist der Unterschied zwischen Daunen, Flaum und Federn?
Daunen und Federn unterscheiden sich vor allem durch ihren Aufbau und ihre Funktion. Federn besitzen einen ausgeprägten Kiel und geben einer Füllung mehr Struktur. Daunen sind weiche, dreidimensionale Flocken ohne ausgeprägten harten Kiel. Durch ihre feinen Verästelungen können sie viel Luft einschliessen und ermöglichen dadurch leichte, gut isolierende Bettdecken.
- Daunen: leicht, weich und dreidimensional, ohne ausgeprägten harten Kiel
- Federn: flacher Aufbau mit festem Kiel und mehr Stützkraft
- Flaum: wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als anderes Wort für Daunen verwendet
- Typischer Einsatz: Daunen vor allem in Bettdecken, Federn und Mischfüllungen häufig in Kopfkissen
Besonders bei Daunendecken und Daunen- und Federkissen spielt die Zusammensetzung der Füllung eine wichtige Rolle. Daunen und Federn übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben.
Was sind Daunen?
Daunen gehören zum Federkleid von Enten und Gänsen. Sie liegen unter den äusseren Federn und tragen dort zur Wärmeisolation bei.
Eine Daune besitzt keinen ausgeprägten harten Kiel. Von einem kleinen Zentrum gehen zahlreiche feine Verästelungen in verschiedene Richtungen aus. Dadurch entsteht eine weiche, dreidimensionale Struktur, die an eine kleine Schneeflocke erinnert.
Zwischen diesen Verästelungen kann viel Luft eingeschlossen werden. Dadurch bieten Daunen eine gute Wärmeleistung bei vergleichsweise geringem Gewicht.
Typische Eigenschaften von Daunen sind:
- kein ausgeprägter harter Kiel
- dreidimensionale und voluminöse Struktur
- geringes Eigengewicht
- hohe Bauschkraft bei entsprechender Qualität
- gute Wärmeleistung im Verhältnis zum Gewicht
- weiches und anschmiegsames Liegegefühl
Daunen eignen sich deshalb besonders für Bettdecken, bei denen eine gute Wärmeleistung mit möglichst wenig Gewicht verbunden werden soll.
Was sind Federn?
Federn besitzen einen festen Schaft beziehungsweise Kiel. Seitlich davon liegen die Federäste, die gemeinsam eine eher flache Federfahne bilden.
Der Kiel gibt der Feder Stabilität. Dadurch bieten Federn mehr Widerstand und Stützkraft als Daunen. Diese Eigenschaft ist besonders bei Kopfkissen interessant.
Typische Eigenschaften von Federn sind:
- sichtbarer und teilweise spürbarer Kiel
- flachere Form
- mehr Struktur und Stützkraft
- geringeres Volumen bei gleichem Gewicht als Daunen
- häufiger Einsatz in Federkissen und Mehrkammerkissen
Bei Mehrkammerkissen kann beispielsweise ein stützender Federkern mit weicheren Daunenkammern kombiniert werden.
Unsere aktuellen Modelle finden Sie unter Federkissen und Daunen-Federkissen.
Sind Daunen auch Federn?
Biologisch gehören Daunen zum Federkleid des Vogels. Bei Bettwaren werden Daunen und Federn dennoch getrennt bezeichnet, weil sich ihr Aufbau und ihre Eigenschaften deutlich unterscheiden.
Mit Federn sind bei Bettwaren normalerweise flachere Federn mit einem ausgeprägten Kiel gemeint. Daunen sind dagegen weiche, leichte und dreidimensionale Flocken ohne ausgeprägten harten Kiel.
Was bedeutet Flaum?
Der Begriff Flaum wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als Synonym für Daunen verwendet. Entsprechend finden sich beispielsweise Bezeichnungen wie Gänseflaum oder Entenflaum.
Bei der Auswahl von Bettwaren ist die genaue Materialdeklaration jedoch aussagekräftiger als der Begriff „Flaum“. Achten Sie deshalb insbesondere auf Tierart sowie Daunen- und Federanteil.
Mit Flaum sind bei Bettwaren im allgemeinen Sprachgebrauch meist Daunen gemeint. Als genaue Materialangabe sind Daunenanteil, Federanteil und Tierart jedoch aussagekräftiger.
Daunen und Federn im direkten Vergleich
| Eigenschaft | Daunen | Federn |
|---|---|---|
| Aufbau | dreidimensionale Flocke ohne ausgeprägten harten Kiel | flachere Feder mit festem Kiel |
| Gewicht | sehr leicht | bei gleichem Volumen schwerer |
| Volumen | hoch bei guter Bauschkraft | geringer und flacher |
| Stützkraft | weich und stärker nachgebend | deutlich stärker ausgeprägt |
| Wärmeleistung im Verhältnis zum Gewicht | typischerweise hoch | typischerweise geringer |
| Liegegefühl | weich, bauschig und anschmiegsam | fester und strukturierter |
| Typischer Einsatz | Bettdecken und weiche Kammern von Kissen | Kopfkissen und stützende Innenkammern |
Die Angaben beschreiben typische Unterschiede. Die tatsächlichen Eigenschaften eines Produkts hängen zusätzlich von Qualität, Mischung, Füllmenge und Konstruktion ab.
Gänsedaunen oder Entendaunen – was ist besser?
Daunen für Bettwaren stammen überwiegend von Gänsen oder Enten. Gänse können aufgrund ihrer Körpergrösse häufig grössere Daunenflocken entwickeln. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede Gänsedaune automatisch besser ist als jede Entendaune.
Für die Qualität einer Daunenfüllung sind mehrere Merkmale entscheidend:
- Grösse und Reife der Daunenflocken
- Bauschkraft
- Daunenanteil
- Reinheit und Aufbereitung
- Qualität der Sortierung
- Herkunft und Tierart
Eine hochwertige Entendaune kann deshalb eine höhere Bauschkraft besitzen als eine weniger hochwertige Gänsedaune. Die Tierart sollte immer gemeinsam mit den übrigen Qualitätsangaben betrachtet werden.
Was bedeutet eine Angabe wie 90 % Daunen?
Daunenfüllungen bestehen häufig aus einer Mischung von Daunen und Federn. Die Zusammensetzung wird als Gewichtsanteil angegeben.
Eine Deklaration von 90 % Daunen und 10 % Federn bedeutet:
- 90 % des Füllgewichts bestehen aus Daunen
- 10 % des Füllgewichts bestehen aus Federn beziehungsweise Federchen
Da Daunen leichter und voluminöser sind als Federn, nehmen sie beim Volumen einen deutlich grösseren Anteil der Füllung ein.
Unsere aktuellen Daunendecken enthalten 90 % neue, weisse Gänsedaunen und sind in verschiedenen Wärmeausführungen erhältlich.
Was bedeutet „neu“ bei Daunen und Federn?
Die Bezeichnung neu bedeutet, dass die Daunen und Federn erstmals als Füllmaterial verwendet werden. Es handelt sich also nicht um Füllmaterial, das bereits aus gebrauchten Bettwaren gewonnen und erneut eingesetzt wurde.
Die Angabe sagt jedoch noch nichts über Bauschkraft, Daunenanteil oder Tierart aus. Diese Merkmale müssen zusätzlich betrachtet werden.
Was ist die Bauschkraft von Daunen?
Die Bauschkraft, auch Füllkraft oder Fill Power genannt, beschreibt, welches Volumen eine bestimmte Menge Daunen unter definierten Prüfbedingungen erreicht.
Eine hohe Bauschkraft steht grundsätzlich für:
- viel Volumen bei geringem Gewicht
- gute Rückstellfähigkeit nach dem Zusammendrücken
- viel eingeschlossene Luft
- weniger erforderliches Füllgewicht für eine bestimmte Wärmeleistung
Werte zur Bauschkraft sollten nur miteinander verglichen werden, wenn sie nach derselben Prüfmethode ermittelt wurden.
Eine hohe Bauschkraft allein bestimmt nicht, wie warm eine fertige Bettdecke ist. Auch Füllmenge, Grösse und Konstruktion beeinflussen die Wärmeleistung.
Mehr über Kammern, Stege und Steppungen erfahren Sie im Ratgeber Aufbau und Konstruktion von Bettdecken.
Woran erkennt man eine gute Daunendecke?
Eine Daunendecke sollte nicht anhand eines einzelnen Wertes beurteilt werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer Merkmale:
- Daunenanteil: Ein hoher Daunenanteil ermöglicht typischerweise viel Volumen bei geringem Gewicht.
- Bauschkraft: Sie beschreibt, welches Volumen die Daunen entwickeln können.
- Füllmenge: Sie muss zur gewünschten Wärmeausführung passen.
- Hüllenstoff: Ein daunendichter Stoff hält Daunen und feine Federbestandteile im Inneren.
- Konstruktion: Kammern, Stege und Steppungen beeinflussen die Verteilung der Füllung und die Wärmeausführung.
- Reinheit: Die Füllung sollte fachgerecht gereinigt und aufbereitet sein.
- Herkunft: Kontrollierte Lieferketten und nachvollziehbare Standards sind wichtige Auswahlkriterien.
Unsere Daunenfüllungen sind DOWNPASS-zertifiziert und tragen das Qualitätslabel Swiss Guaranty VSB. Daunen aus Lebendrupf oder Stopfmast sind ausgeschlossen. Die fertigen Daunendecken werden in Liechtenstein hergestellt.
Warum werden Daunen eher für Bettdecken und Federn eher für Kissen verwendet?
Bei Bettdecken stehen geringes Gewicht, Volumen und Wärmeleistung im Vordergrund. Diese Eigenschaften lassen sich mit Daunen besonders gut miteinander verbinden.
Ein Kopfkissen benötigt dagegen zusätzlich Stützkraft. Federn und Federchen geben einer Kissenfüllung mehr Struktur und Widerstand.
Viele Kopfkissen kombinieren deshalb verschiedene Füllungen:
- Federn oder Federchen im Kern für mehr Stützkraft
- Daunen in den äusseren Kammern für ein weicheres Liegegefühl
Ob ein Kissen passt, hängt zusätzlich von Schlafposition, Schulterbreite, Matratze und gewünschter Kissenhöhe ab.
Welche Alternativen gibt es zu Daunen und Federn?
Nicht jede Person möchte eine Bettdecke mit Daunen oder Federn. Es stehen sowohl andere tierische Naturfüllungen als auch Füllungen ohne tierische Materialien zur Auswahl.
Füllungen ohne tierische Materialien
Andere tierische Naturfüllungen
Die Materialien unterscheiden sich bei Gewicht, Liegegefühl, Wärmeleistung und Pflege. Einen direkten Überblick bietet unser Vergleich der Bettdecken-Füllungen.
Häufige Fragen zu Daunen, Flaum und Federn
Sind Daunen besser als Federn?
Nicht grundsätzlich. Daunen eignen sich besonders für leichte und bauschige Bettdecken. Federn bieten mehr Struktur und Stützkraft und werden deshalb häufig für Kopfkissen verwendet. Entscheidend ist der jeweilige Einsatzzweck.
Sind Daunen wärmer als Federn?
Daunen können aufgrund ihrer dreidimensionalen Struktur viel Luft einschliessen und bieten typischerweise eine höhere Wärmeleistung im Verhältnis zum Gewicht. Wie warm eine fertige Bettdecke ist, hängt jedoch auch von Füllmenge und Konstruktion ab.
Was ist besser: Gänsedaunen oder Entendaunen?
Die Tierart allein erlaubt keine sichere Qualitätsbewertung. Gänse können häufig grössere Daunen entwickeln. Eine hochwertige Entendaune kann jedoch eine höhere Bauschkraft besitzen als eine weniger hochwertige Gänsedaune. Vergleichen Sie deshalb die vollständige Deklaration.
Warum sind hochwertige Daunenfüllungen häufig teurer?
Grosse und reife Daunen mit hoher Bauschkraft müssen sorgfältig sortiert, gereinigt und aufbereitet werden. Auch Herkunft, Daunenanteil, Reinheit und Zertifizierung können den Preis beeinflussen.
Stechen Federn durch den Bezug?
Der feste Kiel einer Feder kann einen Bezug stärker beanspruchen als eine weiche Daune. Ein dicht gewebter und für Federfüllungen geeigneter Hüllenstoff reduziert das Austreten von Federteilen. Einzelne durchdringende Kiele lassen sich jedoch nicht bei jedem Produkt vollständig ausschliessen.
Kann man auf Daunen oder Federn allergisch reagieren?
Allergische Reaktionen auf Bestandteile der Füllung sind möglich. Beschwerden im Bett können jedoch auch mit Hausstaubmilben oder anderen Allergenen zusammenhängen.
Bei einer bestätigten Allergie sollten individuelle Verträglichkeit, Waschbarkeit, Pflege, Hüllenstoff und gegebenenfalls ein milbendichter Schutzbezug berücksichtigt werden. Wiederkehrende Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Kaufberatung zu Bettdecken bei Allergien.
Ist Flaum dasselbe wie Daunen?
Im allgemeinen Sprachgebrauch meistens ja. Bei einem konkreten Produkt sind jedoch Daunenanteil, Federanteil und Tierart aussagekräftiger als der allgemeine Begriff „Flaum“.
Fazit: Daunen wärmen leicht, Federn geben Struktur
Daunen und Federn gehören beide zum Federkleid von Vögeln, unterscheiden sich bei Bettwaren aber deutlich in Aufbau und Funktion.
Daunen sind leichte, dreidimensionale Flocken ohne ausgeprägten harten Kiel. Sie können viel Luft einschliessen und eignen sich deshalb besonders für leichte Bettdecken mit guter Wärmeleistung.
Federn besitzen einen festen Kiel und eine flachere Form. Sie bieten mehr Struktur und Stützkraft und werden deshalb besonders häufig in Kopfkissen und stützenden Kissenkammern eingesetzt.
Flaum wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist als anderes Wort für Daunen verwendet. Bei der Auswahl einer Bettdecke oder eines Kissens sind jedoch die genaue Zusammensetzung, Bauschkraft, Konstruktion, Herkunft und der vorgesehene Einsatzzweck entscheidender.
Unsere aktuellen Modelle und weitere Informationen finden Sie unter Daunendecken und Daunenfüllungen.