Typische Schlafprobleme durch Wärmebrücken und Kältebrücken
Viele Schlafprobleme entstehen nicht durch das Füllmaterial der Bettdecke, sondern durch ihre Konstruktion. Entscheidend ist, wie die Decke genäht ist und ob die Füllung überall gleichmässig isoliert.
Eine Kältebrücke entsteht dort, wo die Füllung durch Nähte oder flach gedrückte Bereiche unterbrochen wird. An diesen Stellen kann Wärme leichter entweichen. Von Wärmebrücken oder Wärmestau spricht man dagegen, wenn die Decke Wärme zu stark hält und kaum abgeben kann.
Mehr über den Aufbau von Bettdecken erfahren Sie hier: Bettdecken Aufbau erklärt.
Warum friere ich trotz einer warmen Bettdecke?
Wenn Sie unter einer dicken Decke frieren, liegt das oft an Kältebrücken. Das sind meist die Nähte der Decke. An diesen Stellen ist wenig oder gar keine Füllung vorhanden. Dort kann die Körperwärme nach aussen entweichen und kalte Luft gelangt leichter an den Körper.
Das merken Sie an diesen Dingen:
- Sie spüren kalte Streifen im Bett.
- Ihnen ist besonders an den Schultern oder Füssen kalt.
- Sie wachen nachts auf, weil Sie frösteln.
Hier hilft oft keine dickere Decke. Sie brauchen eine Decke mit einer anderen Konstruktion, zum Beispiel eine Stegdecke oder eine Decke mit Innenstegen. Diese hält die Wärme gleichmässiger im ganzen Bett.
Warum schwitze ich unter der Bettdecke?
Schwitzen passiert oft, wenn die Decke die Wärme zu stark staut. Wenn die Wärme nicht gut entweichen kann, wird es unter der Decke zu heiss. Das nennt man Wärmestau.
Das merken Sie an diesen Dingen:
- Ihnen ist heiss, obwohl das Zimmer kühl ist.
- Das Bett fühlt sich feucht an.
- Sie müssen sich nachts ständig aufdecken.
In diesem Fall helfen meist leichtere Decken oder Decken mit einfacherer Steppung. Solche Konstruktionen lassen überschüssige Wärme besser entweichen. Mehr dazu finden Sie auch im Bereich Sommerdecken.
Welche Decke passt zu Ihnen?
Je nachdem, wie schnell Sie frieren oder schwitzen, sollten Sie auch auf die Nähte und die Konstruktion achten:
| Schlaftyp | Empfehlung | Grund |
|---|---|---|
| Personen, die frieren | Stegdecke oder Kassettenbettdecke | Hält die Wärme gleichmässiger im ganzen Bett. |
| Normales Wärmegefühl | Decke mit leichter Steppung | Die Temperatur bleibt ausgeglichen. |
| Personen, die schwitzen | Leicht gesteppte Decke | Wärme und Feuchtigkeit können leichter entweichen. |
| Warme Schlafzimmer | Leichte Sommerdecke | Verhindert, dass es nachts zu heiss wird. |
Woran Sie eine gute Bettdecke erkennen
- Die Füllung ist überall gleichmässig verteilt.
- Die Nähte drücken die Füllung nicht zu stark zusammen.
- Die Konstruktion der Decke passt zur Jahreszeit.
- Die Decke passt zu Ihrem persönlichen Wärmegefühl.
Nicht nur der Stoff ist wichtig für guten Schlaf. Es kommt vor allem darauf an, wie die Decke aufgebaut ist und wie gut Füllung, Hülle und Steppung zusammenarbeiten.
Häufige Fragen zu kalten und warmen Stellen in Bettdecken
Sind Steppnähte schlecht?
Nein. Bei Sommerdecken sind Steppnähte oft sinnvoll, weil sie Wärme besser entweichen lassen. Bei Winterdecken sollten die Nähte jedoch so ausgeführt sein, dass möglichst wenig Kälte durchkommt.
Ist eine dicke Bettdecke immer wärmer?
Nein. Es kommt nicht nur auf die Dicke an, sondern auch auf die Konstruktion. Eine dicke Decke mit vielen Kältebrücken kann kälter sein als eine besser aufgebaute Decke mit weniger Füllung.
Warum ist die Decke am Rand oft kälter?
Am Rand wird die Füllung oft stärker zusammengedrückt. Dadurch entstehen dort Bereiche mit geringerer Isolation. Genau dort kann Kälte leichter eindringen.
Im Bild oben dringt Kälte durch die Decke ein – man friert also unter der Decke. Im Bild unten bleibt die Kälte ausserhalb des Betts
Im Bild oben dringt Kälte durch die Decke ein – man friert also unter der Decke. Im Bild unten bleibt die Kälte ausserhalb des Betts
Im Bild oben kann die Wärme entweichen, man hat also nicht zu heiss. Im Bild unten gibt es einen Wärmestau
Im Bild oben kann die Wärme entweichen, man hat also nicht zu heiss. Im Bild unten gibt es einen Wärmestau